Interview

Bloß nicht zu viel Gerede

21.08.2018

(c) Roger Weil

In dieser Reihe befragen wir die Entscheider*innen an den Theatern: Wie sollen Initiativbewerbungen von künstlerischen Solist*innen aussehen? Heute mit Florian Fiedler, Intendant am Theater Oberhausen, zum Thema Schauspielerbewerbungen.

Gibt es bei Ihnen für die Spielzeit 2018/19 noch Vakanzen im Schauspiel?
F.F.: Nein.

Welche Einstiegsgage zahlen Sie Berufsanfänger*innen?
F.F.: Mehr als die tarifliche Mindestgage, und zwar 2.300,- Euro.

Wie besetzen Sie Ihre künstlerischen Solo-Vakanzen?
F.F.: Über Initiativbewerbungen, über die ZAV und andere Agenturen, über Empfehlungen von Kolleg*innen.
Oft bringen Regisseur*innen Leute mit, ansonsten haben wir einen Gästeordner, der sich entsprechend der obigen Angaben füllt.

Wie möchten Sie Bewerbungen am liebsten erhalten?
F.F.: Per Post an: Intendant Florian Fiedler // Will Quadflieg Platz 1 // 46045 Oberhausen
Per E-Mail an: behrens@theater-oberhausen.de
Digital ist besser!

Gibt es generelle Ausschlusskriterien für eine Einladung zum Vorsprechen?
F.F.: Sehr schlechte Schulen, zu viel Gerede, Bewerbung zu allgemein.

Worauf kommt es im Anschreiben an?
F.F.: Kurz und knapp vermitteln, warum eine*n gerade dieses Haus interessiert.

Was sollte man unterlassen?
F.F.: Zu lang schreiben. Namedropping.

Worauf kommt es im Lebenslauf an?
F.F.: Übersichtlichkeit, Sorgfältigkeit.

Worauf kommt es bei den Fotos an?
F.F.: Abwechslung.

Was sollte man unterlassen?
F.F.: Nicht dreimal das gleich Bild.

Sollten Bewerber*innen auch anrufen?
F.F.: Nein.

Wann im Jahr ist bei Ihnen der günstigste Bewerbungszeitraum?
F.F.: Da haben wir keine Präferenz.

Was sollten die Kandidat*innen für das Vorsprechen vorbereiten?
F.F.: Einen klassischen Text, einen modernen und ein Lied.

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