KIBA / Volkstheater Rostock

"Ein offener Austausch ist uns wichtig"

17.08.2019

Volkstheater Rostock, Foto: (c)Dorit Gätjen

Volkstheater Rostock, Foto: (c)Dorit Gätjen

Anna Langhoff, Leitende Schauspieldramaturgin am Volkstheater Rostock, im Gespräch mit Tanja Merlin Graf vom Jungen Ensemble-Netzwerk.

Gibt es Vakanzen für die kommende Spielzeit?
Ja.

Welche Einstiegsgage zahlen Sie Berufsanfänger*innen?
2000 Euro.

Wie gehen Sie mit Initiativbewerbungen um?
Wir schauen auf alle Bewerbungen drauf und heften sie auch ab. Was wir interessant fanden, wird markiert, sodass wir darauf zurückgreifen können, wenn wir explizit eine*n Darsteller*in für eine Rolle suchen.

Wie soll die Bewerbung aussehen (Fotos, Anschreiben, welches Format etc.)?
Bitte kurze, informative Bewerbungen. Ein Foto reicht vollkommen. Im Lebenslauf gut sichtbar die Ausbildung sowie wo und was schon gespielt wurde. Also, was in der Hochschule und was danach mit wem gearbeitet wurde. Und natürlich, ob man singen kann, welche Stimmlage man hat, ob Tanz, Akrobatik oder anderes gelernt wurde.
Wir laden nach Vakanz und mit Blick auf den (künftigen) Spielplan zu Vorsprechen ein.
Ob die Bewerbungen per Post oder digital kommen, ist egal.

Wann ist der günstigste Bewerbungszeitraum - wann sind die Vorsprechen?
Wir haben keinen bestimmten Bewerbungszeitraum. Auch für die Vorsprechen haben wir keine bestimmten Zeiträume.

Haben Sie bestimmte Ausschlusskriterien?
SchauspielerInnen ohne Ausbildung oder Berufserfahrung haben eigentlich keine Chancen. Das Studieren an privaten Schulen ist bei uns kein generelles Ausschlusskriterium, trotzdem halten wir mehr von einer Ausbildung auf einer staatlichen Hochschule.

Was wünschen Sie sich?
Ein Porträtfoto. Ganzkörperfotos sind nicht vonnöten. Und kurze biografische Angaben.

Was wünschen Sie sich nicht?
Ich brauche keine Fotos, auf denen Leute knapp bekleidet sind. Lange Schreiben mit "wie gerne man doch ans Haus möchte" und "wie toll der Spielplan ist" sind überflüssig. Wenn sich jemand bewirbt, gehen wir davon aus, dass er/sie spielen möchte. Und auch gerne bei uns spielen möchte. Bewerber*innen brauchen zudem nicht unbedingt viel über unser Theater zu wissen. Wir reden beim Vorsprechen gerne miteinander und geben dann auch Auskunft über das Haus und seine Pläne.

Antworten Sie auf Bewerbungen? Soll man nachfragen? Wenn ja, wie?
Nein, dafür haben wir weder genug Zeit noch genug Personal. Aber natürlich darf gerne nachgefragt werden. Am besten per E-Mail.

Haben Sie sonst noch Anregungen? Anmerkungen? etc.
Das Vorsprechen ist ja immer auch ein Kennenlernen. Deshalb ist uns dabei ein offener Austausch wichtig. Ein wenig Zeit mitbringen und kurz erzählen, wer man ist, das sollte nicht zu kurz kommen. Grundsätzlich beantworten auch wir gerne alle Fragen und ebenso interessiert uns, was sich die Bewerber*innen ungefähr vorstellen und wünschen - vom Theater an sich und vom Miteinander im Ensemble zum Beispiel. Und wenn sich dann eventuell beim Vorsprechen  herausstellt, dass jemand ganz andere Vorstellungen von den Gegebenheiten an einem Vier-Sparten-Haus oder von unseren Projekten hatte und meint, da gar nicht reinzupassen, dann ist das auch ein Ergebnis des Vorsprechens. Schließlich geht es ja nicht nur um das sogenannte Können, sondern um Menschen und ihre Ideen. Wer zu uns kommt, soll sich ja auch wohl fühlen und einbringen können.

Bitte geben Sie hier noch den/die richtige*n Ansprechpartner*in für Bewerbungen an, sowie die E-Mail-Adresse:
schauspiel@rostock.de

Tanja Merlin Graf

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