Wochenrückblick #27/19

Was kommt, was bleibt?

06.07.2019

Theater Bielefeld, Foto: Andreas Praefcke [CC BY 3.0]

Theater Bielefeld, Foto: Andreas Praefcke [CC BY 3.0]

Die Spielzeit nähert sich langsam, aber sicher ihrem Ende und es wird vielerorts Bilanz gezogen. Man stellt sich Fragen. Es geht um Zukunftsaussichten und darum, was bleibt- und was geht.

Gute Aussichten gibt es für die Thüringer Theater und Orchester, denn für diese hat die Landesregierung diese Woche entschieden, mehr Geld zur Verfügung zu stellen. Die vorhandenen Förderungen sollen jährlich um drei Prozent steigen. Voraussetzung für diese Steigerung ist, dass auch die kommunalen Träger bei der Erhöhung mitziehen. Weitere Informationen hat die Thüringische Landeszeitung.

Und wir bleiben in Thüringen, das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera erhält dort nämlich für sein Projekt ,,Wir sind Beethoven'' 45.000 Euro von der Bundesregierung aus dem Etat für Kultur und Medien. Ziel des Projekts ist es, die Musik Beethovens spielerisch an Schulkinder zu vermitteln. Mehr dazu bei Musik heute.

Nachdem in der letzten Woche die Forderung von Seiten der AfD laut wurde, dass Kulturinstitutionen die Nationalitäten und den Ausbildungsort der dort beschäftigen Künstler offenlegen sollten, hat das Theater Ulm nun einige Gegenfragen an die AfD gestellt, u.a. danach, wie viele AfD-Mitglieder vorbestraft sind und wie viele über einen Schulabschluss verfügen. Viel mehr dazu weiß jedoch der SWR.

In Bielefeld zieht man Bilanz und freut sich darüber, dass das Bielefelder Theater in der nun schon fast vergangenen Spielzeit sowohl eine Steigerung bei den Zuschauerzahlen als auch bei den Einnahmen zu verzeichnen hat. Weiteres bei Radio Bielefeld.

Am Theater Oberhausen hingegen ist die Auslastung gesunken und liegt nunmehr bei nur 58 Prozent. Der Zuschuss der Stadt muss daher kontinuierlich steigen. Etwas Gutes gibt es aber dennoch zu berichten: Das Theater erhält vom Land NRW für die nächsten vier Jahre nämlich eine Förderung von 435.000 Euro. Intendant Florian Fiedler plant das Geld zu nutzen, um das Theater weiter für die Bürger zu öffnen, zum Beispiel in Form von Workshops. Näheres dazu in der WAZ.


Menschen und Preise

Barbara Frey, Schweizer Regisseurin und Musikerin, wird neue Intendantin der Ruhrtriennale. Von 2021 bis 2023 wird sie das größte Kulturfestival NRWs leiten. Mehr dazu beim Deutschlandfunk.

Jan Nast, seit 22 Jahren Orchesterdirektor der Sächsischen Staatskapelle Dresden, wird nun neuer Intendant der Wiener Symphoniker, und das bereits ab 1. Oktober 2019. Weitere Informationen hat Klassikradio.

Am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin hat man sich auf eine Nicht-Verlängerung des Vertrags von Generalintendant Lars Tietje geeinigt. Tietje bleibt noch bis 2021 Intendant in Schwerin. Es gibt massive Kritik aus dem Ensemble an seinem Führungsstil. Mitarbeiter*innen forderten seinen Rücktritt. Grund für die Nicht-Verlängerung ist laut Tietje jedoch in erster Linie die fehlende Rückendeckung von Seiten der Politik. Weiteres dazu weiß der NDR.

Beim 30. Bundeswettbewerb für deutschsprachige Schauspielstudierende wurden viele Preise verliehen. Alle Preisträger findet man bei Nachtkritik.

Laut einer Kritiker-Umfrage der ,,Welt am Sonntag'' ist das Schauspielhaus Bochum das derzeit beste Theater in NRW. Auch das Düsseldorfer Schauspielhaus und das Schauspiel Köln finden bei der Umfrage positive Erwähnung. Näheres dazu weiß die SZ.

Die Schauspielerin Lisa Martinek verstarb 47-jährig während eines Italien-Aufenthalts. Martinek spielte u.a. am Schauspiel Leipzig, dem Deutschen Theater Berlin und in über 50 Film-und Fernsehproduktionen. Genaueres dazu bei Zeit online.

Lis Verhoeven ist tot. Die Schauspielerin und Regisseurin verstarb 88-jährig an den Folgen eines Schlaganfalls. Verhoeven war u.a. an den Münchner Kammerspielen sowie den Schauspielhäusern Frankfurt und Hamburg tätig und drehte für Film und Fernsehen. Die Zeit schreibt einen Nachruf.

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