Anna Vita profile picture

Anna Vita

Choreografin/Regisseurin/Tanzdozentin

Biografie

Künstlerischer Lebenslauf: Anna Vita ist freischaffende Choreografin, Regisseurin und Tanzdozentin. Momentan arbeitet sie als Gastchoreografin am Divadlo J.K.Tyla in Pilsen.
Von 2004 bis 2018 war Anna Vita Ballettdirektorin und Choreografin am Mainfranken Theater Würzburg. In Dieser Zeit choreografierte und inszenierte sie 27 der insgesamt 37 Ballettproduktionen im Großen Haus und in den Kammerspielen. Ausserdem inszenierte sie 2 Opern, davon eine Uraufführung, für das Musiktheater.
Ihr Interesse an literarischen und biografischen Stoffen, die eine dramaturgische Herausforderung bedeuten und noch nicht im Tanz verankert sind, hat sich bewährt, denn ca. die Hälfte ihres Repertoires waren Uraufführungen mit großem Publikumsinteresse.
In ihrer Tänzerlaufbahn, wurde vor allem durch Youri Vamos, Mats Ek, John Neumeier und Hans van Manen, und vielen anderen modernen und traditionellen Choreografen, der Grundstein für ihre eigene Handschrift gelegt. Mit “Das Bildnis des Dorian Gray“ (2009). nach Kompositionen von Benjamin Britten und Edward Elgar entstand eine, durch bühnendramaturgische und choreografische Klarheit bestechende, eigene Ästhetik, welche überregionale Aufmerksamkeit erregte. „Dracula“(2011), nach Bram Stokers Roman, war mit Musik von Wojciech Kilar und Philip Glass eine Produktion, in der der Opernchor in das Bühnengeschehen integriert wurde. Die Wirkung war sehr stark und die Auslastungszahlen sprachen für sich. Spartenübergreifend zu arbeiten, oder auch die freie Szene mit einzubinden, ist ihr wichtig, denn es belebt und formt den Tanz immer wieder neu. So entstand z.B. „Schneewittchen- Breaking Out“ (2015) in Zusammenarbeit mit der Breakdance-Szene. Der Stil-Mix zwischen Neo-Klassisch und Breakdance funktionierte auch musikalisch, mit Klängen von Vivaldi, Arvo Pärt und Breakbeats. Alle 20 Vorstellungen mit 735 Plätzen waren ausverkauft. Besonders erfreulich war die große Altersspanne von 8-80 Jahren im Publikum. Auch die Zusammenarbeit mit Komponisten ist eine Komponente ihres künstlerischen Schaffens. Dazu zählte die inspirierende Arbeit an „Der Welt Lohn“ (2005), eine Verserzählung aus dem Mittelalter, musikalisch umgesetzt von dem ungarischen Komponisten András Hamary von der Musikhochschule Würzburg, genau so wie „Der Steppenwolf“ (2016) nach dem Roman von Herman Hesse, wofür der schwedische Komponist Viktor Aslund die Musik lieferte. Es war ihre erste Operninszenierung und diese wurde unter den Uraufführungen im Musiktheater am meisten frequentiert. Stücke auf kleinem Raum, ein hautnahes Erlebnis für Publikum und Künstler, dies sind Kammertanzabende, die durch die Nähe so viel Spannung erzeugen. „Der Besuch der alten Dame“ (2012) nach Friedrich Dürrenmatt eignete sich genau so wie die griechische Komödie „Dyskolos der Menschenfeind“ (2011). Durch die Flexibilität Stücke auf Compagnien, mit anderer Größe und unterschiedlichen künstlerischen Stilen zu adaptieren hat sie viele Gastchoreografien bekommen. Der Größte Auftrag war das Märchenballett „Andersens Welt“ (2005/2008), welches dem dänischen Schriftsteller H.C. Andersen und seinen Märchenfiguren gewidmet ist, von einer Größe von 8 Tänzern auf 30 Tänzer an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg zu verändern. Auch „Der Tod und das Mädchen“ (2006/2012) wurde von 4 auf 18 Tänzer für das „Ballett Rossa“ in Halle erweitert. Weitere Anfragen brachten sie an das Theater Augsburg und die Staatsoper in Ankara. 2011 organisierte sie mit ihrem Team das erste gemeinsame Tanzfestival der Würzburger regionalen Tanzszene, an dem in Kirchen, Schulen, allen Theatern der Stadt, im Justizgebäude und auf auf öffentlichen Plätzen Aufführungen und gemeinsame Projekte stattfanden. Das Tanzfestival wurde im Jahr 2014 mit wachsendem Erfolg wiederholt. Vier Jahre war sie Vorsitzende des "Runder Tisch Tanz Würzburg e.V." und ist auch heute noch aktiv. Mit Hilfe und Unterstützung seiner Mitglieder baut der Verein ein Netzwerk verschiedener Tanzkulturen auf. Er strebt eine enge Zusammenarbeit mit dem Kulturamt, sowie mit Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und aus der Wirtschaft an. 2007 wurde Ihr der Theaterpreis Würzburg verliehen und am 2018 wurde ihr der Rotary-Kulturpreis und die Julius von Soden Medaille überreicht.
Tänzerin/Probenleiterin/Pädagogin: Ihr erstes Engagement führte sie 1983 an das Staatstheater Saarbrücken zu Pierre Dobrievitch. Im Jahr 1986 ging sie an das Theater Dortmund unter der Leitung von Youri Vàmos, dem sie über 18 Jahre als Solistin über die „Oper Bonn“, das „Theater Basel“ und die „Deutsche Oper am Rhein“ in Düsseldorf folgte und über 50 Ballette tanzte. In dieser Zeit arbeitete sie mit Choreografen wie Mats Ek, Hans van Manen, Judith Jamison, John Neumeier, Peter Breuer, Christopher Bruce, Uwe Scholz und Jochen Ullrich als Tänzerin und später als Probenleiterin und Assistentin zusammen. Ihre persönlichen Höhepunkte waren die „Odette/Odile“ in „Schwanensee“ von Youri Vamos und die „M“ in „Carmen“ von Mats Ek. Ein großer Gewinn für ihre Entwicklung war die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen von 1996 bis 2004 an der „Ballettschule der Deutschen Oper am Rhein“ unter der Leitung von Leon Kjellsson. In der gleichen Zeit arbeitete sie für das Opernstudio unter der Leitung von Hermann Schneider. Sie unterrichtete Tanz und Bewegung für junge Sängerinnen und Sänger und entwickelte die Choreografien für die Produktionen des Opernstudios.

Mehr →

Aktuelles

12.01.2019 Premiere "Bernarda Alba's Haus" Divadlo J.K. Tyla Pilsen 

Mehr →

— 23. September 2018

Für mehr Informationen...

Kontakt

  • Anna Vita
    Silcherstraße 33
    97074 Würzburg
    Deutschland
    Telefon: +49 931-8809685
    Mobil: +49 179-4967017
    http://www.annavita.info

Nachricht schreiben