Wochenrückblick #26

Mehr! Mehr! Mehr!

29.06.2018

Geeeeld!

Eine Woche in der es im Bund und in den Ländern ein Mehr an Geld gibt für Kultur und dann auch noch in der Schweiz. War noch was? Ach ja, in Kasan (Russland) ist am Mittwoch ein Sack Reis umgefallen.

Mehr Geld in Sachsen-Anhalt. Die Regierung des Bundeslandes hatte lange gezögert. Nun hat der zuständige Minister für Kultur, Rainer Robra (CDU) angekündigt, dass Theater und Orchester im Land sowohl mehr Grundförderung erhalten sollen, als auch die Dynamisierung erhöht werden solle. Außerdem betonte er, dass die Strukturen so wie sie sind erhalten bleiben sollten. Aus Sachsen-Anhalt sollten wir also so bald keine Fusions-Diskussionen hören. Die Kommunen müssen nun auch noch mitziehen. Mehr Infos in der Mitteldeutschen Zeitung.
 
Mehr Geld für freie Szene in NRW. Auch hier legte das Land vor. Nun sollen die Kommunen nachlegen (also die, die noch über irgendwelche Finanzmittel verfügen)  bis zum Jahr 2020 werden die Investitionen des Landes in die Freie Szenevon derzeit 8 Millionen auf 12,5 Millionen Euro aufgestockt. Hierzu erfährt man mehr in der Westfalenpost.
 
Mehr Geld in Mannheim. Denn da spielt das Nationaltheater inzwischen mit dem Feuer – also u.a. mit dem Brandschutz. Der Bund hat eine Bezuschussung der dringend notwendigen Sanierung in Höhe von 80 Millionen Euro beschlossen, nun signalisiert auch die Landesregierung Baden-Württembergs Bereitschaft bei der Finanzierung zu helfen – konkrete Zahlen fielen aber bislang nicht. Weiß auch die Rhein-Neckar-Zeitung.
 
Mehr Geld vom Bund. 1,78 Milliarden Euro – das lohnt sich auszuschreiben: 1.780.000.000 Euro und damit 9% mehr, als im vergangenen Jahr stehen für Kulturausgaben des Bundes zur Verfügung. Ein Großteil davon fließt in die auslandskulturpolitische Arbeit u.a. der Goethe-Institute. Mehr Infos im Magazin Monopol.
 
Mehr Geld für Luzern. Das Projekt Salle Modulable, dass alle kulturellen Institutionen Luzerns unter einem Dach zu vereinen suchte, ist vor Zeiten krachend gescheitert. Nun kochen die Akteure jeweils ihr eigenes Süppchen, das Orchester baut sich ein Probenhaus und bekommt dafür auch 1,5 Millionen Franken vom Kanton zugesprochen – 85% der prognostizierten Baukosten allerdings werden von privaten Geldgebern und Stiftungen übernommen. Die Luzerner Zeitung hat Details.
 
Weniger! Ist leider auch eine Meldung. Das Erfolgsmusical Billy Elliot wird seit 2016 bereits in Budapest gespielt. Nach einer homophoben Kampagne, die behauptete, das Stück würde die Jugend zur Homosexualität verführen (sic!), wurden 15 der geplanten 44 Vorstellungen abgesetzt. Über den geschmacklosen Vorfall berichtet der Standard.
 
Karrieren:
 
Derzeit ist Martin Schläpfer Künstlerischer Direktor des Ballets an der Deutschen Oper am Rhein. Ab 2020/21 wird er der Direktors des renommierten Wiener Staatsballets. Der ORF berichtet.
 
In Bochum geht eine Ära zuende. Steven Sloane, seit 1994 GMD des Orchester Bochumer Symphoniker stellt sein Amt ab der Spielzeit 2020/21 zur Verfügung. Der WDR berichtet.
 

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