Wochenrückblick #42/19

Wegschauen, Castorf: FRAUEN!

20.10.2019

Tooor! Foto: Steffen Prößdorf [CC BY-SA 4.0]

Tooor! Foto: Steffen Prößdorf [CC BY-SA 4.0]

Frauenfußball interessiere ihn nicht, Frauen in der Regie auch nicht, ließ Frank Castorf einst verlauten. Dann schaut er jetzt besser weg: Regisseurin Andrea Breth erhält einen Nestroy für ihr Lebenswerk. Und auch ansonsten wurden in der letzten Woche viele Frauen für ihre künstlerischen Leistungen geehrt. Und Tor!

Der Cirque du Soleil bekommt seine erste europäische Residenz - am Potsdamer Platz in Berlin. Die Aufführungen würden speziell für den Platz konzipiert, Besucherzahlen von 400 000 jährlich seien möglich. Der Kartenvorverkauf für die Premiere im Winter 2020 beginnt am 19. November 2019. Dies und mehr weiß die Berliner Morgenpost.

Das Staatstheater Hannover bekommt neue Werkstätten. Der Neubau von 26,5 Millionen Euro wird vom Land finanziert. Die Bauarbeiten sollen 2020 beginnen und im darauffolgenden Jahr abgeschlossen sein. Mehr dazu in der Welt.

Der Künstlerinnenpreis 2019 geht in diesem Jahr an zwei Dramaturginnen: Carena Schlewitt erhält als Intendantin des europäischen Zentrums der Künste Hellerau den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis, Patricia Nickel, die derzeitige Chefdramaturgin des Theaters Oberhausen, die 2021 als Schauspieldirektorin nach Luzern gehen wird, den mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis. Mehr zu den Preisträgerinnen hier.

Regisseurin Andrea Breth wird mit einem der Nestroy-Preise für ihr Lebenswerk geehrt. Sibylle Berg erhält den Autorenpreis für ihr Stück „Hass-Triptychon“. In weiteren elf Kategorien wurde nominiert, vermeldet der Standard. Die Verleihungen finden am 24. November im Theater an der Wien statt.

Anna Mülter, die derzeitige künstlerische Leiterin der Tanztage Berlin, leitet die nächste Ausgabe des Festivals Theaterformen, das 2021 in Hannover über die Bühne gehen wird. Das Festival besteht seit 1990 und ist international ausgerichtet.

Das Theater Ulm trauert um Schauspielerin Ulla Willick, die am 16.Oktober überraschend gestorben ist. Noch in diesem Jahr hatte sie in Ulm den Theaterpreis für ihr Lebenswerk erhalten. Die Schwäbische Zeitung schreibt einen Nachruf.

Auch am Schauspiel Leipzig herrscht Trauer: Wie das Theater meldet, ist Schauspieler Dieter Jaßlauk im Alter von 85 Jahren verstorben. Über vierzig Jahre hat er an dieser Bühne gewirkt.

Und zum Schluss:
Brexit, ein Trauerspiel. Oder doch eine Farce? Das hier könnte irgendwann Material für ein Stück zum Thema sein...

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